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Standbohrmaschine für zuhause?

Wer eine Standbohrmaschine benötigt, ist eigentlich primär gewerblichen Bereich tätig oder im Heimwerkerbereich. Auch wenn die Geräte eigentlich relativ günstig sind, einige kosten um die 80 Euro, sind die stehenden Bohrer eher nur Spezialbedarf für industrielle und gewerbliche Unternehmen. Profigeräte können über 2.000 Euro kosten.

Denn ein eine Standbohrmaschine bedeutet nicht, dass man diese mithilfe eines kleinen Fußes hinstellen kann, sondern es handelt sich um große Geräte, die man nicht in der Hand hält. Sie wiegen oft mehr als 20 Kilogramm.

Eine Standbohrmaschine ist also das Gegenteil einer Handbohrmaschine. Eine Standbohrmaschine wird auch als Ständerbohrmaschine bezeichnet, weil sie fest in einem Ständer oder Fuß integriert und montiert ist.

Folgende unterschiedliche Bohrmaschinen gibt es

  • Handbohrer
  • Standbohrmaschine bzw. Ständerbohrmaschinen
  • Tischbohrmaschine
  • Säulenbohrmaschine
  • Schnellradialbohrmaschine
  • Radialbohrmaschine

In diesem Ratgeber geht es jedoch um die Standbohrmaschinen.

Funktionsweise und Aufbau

Bei einem Standbohrer handelt es sich eigentlich um eine fest installierte Bohrmaschine. Fuß und Ständer, ein beweglicher Bohrtisch samt Spindel. Oft ist die Drehzahl individuell und stufenlos regulierbar.

Einige Modelle bieten nur bestimmte Geschwindigkeiten an. Im Unterschied zu anderen Bohrmaschinen, wie der Säulenbohrer, ist der Bohrtisch oft nicht schwenkbar, aber man kann ihn in der Höhe verstellen. Die Bohrspindeln bei beiden Geräten arbeiten unterschiedlich. Bei einem Standgerät geht es um Bewegungen des Bohrtisches, aber nicht um das Absenken der Bohrspindel. Es gibt jedoch auch Kombinationen beider Geräte. Weiterführende Information zur Funktionsweise gibt es auf staenderbohrmaschine.com.

Wie Du siehst, geht es also um Profigeräte und nicht mal eben um ein Loch in eine Wand bohren. Es gibt dann noch Geräte, die nur wenige Umdrehungen haben, also unter 50 Umdrehungen die Minute, andere haben 500 Umdrehungen als maximale Drehzahl, aber es gibt auch Standbohrmaschinen mit über 1.200 Umdrehungen in der Minute. Eine Standbohrmaschine ist zum Fräsen und Bohren da.

Einkaufstipps für einige Standbohrmaschinen

BKM 4040

Mit dem teuren Standbohrer BKM 4040 sind Bohren und Fräsen kein Problem. Das teure Gerät kostet knapp unter 3.000 Euro und ist also eher für den gewerblichen Bereich gedacht.

Es durchbohrt bis zu 40 mm Stahl und hat eine Spindeldrehleistung von 70 Umdrehungen bis 3.200 Umdrehungen die Minute.

Lieferumfang ist für den Preis durchaus genügsam. Kühlmitteleinrichtung, Zahnkranzbohrfutter inkl. Aufnahme, Gewindeschneideinrichtung

Hier die technischen Maße:

Technische Daten
Bohrleistung in Stahl 40 mm
Spindeldrehzahl 70 – 3200 U/min
Fräsleistung mit Messerkopf 80 mm
Tischgröße 590×190 mm
Verfahrweg längs (x) 350 mm
Verfahrweg quer (y) 130 mm
Werkzeugaufnahme SK-40
Pinolenhub 115 mm
Säulendurchmesser 115 mm
T-Nutengröße T14
Abstand Spindelnase-Fuss 815 – 1270 mm
Maschinenfuss 460×440 mm
Max/Min Höhe 2150 / 1820 mm
Motorleistung 1,1 kW (400V)
Gewicht 400,00 kg
Abmessungen 770x950x1750 mm

An den Abmessungen und technischen Details sieht man eher ein Spitzenleistungsgerät für die Fachwerkstatt.

Vigor VTC-350 1/2Hp

Der bunte Standbohrer von Vigor beweist das oben Dargelegte. Die Bohrmaschine ist nicht stufenlos regulierbar, sondern bietet fünf verschiedene Leistungsniveau an. Dabei offeriert sie Geschwindigkeiten von 515 bis 2.580 Umdrehungen pro Minute. Sie hat eine Watt-Leistungszahl von 330 W.

Sie ist dafür auch sehr günstig. Eigentlich kostet sie nur ein Bruchteil von dem obigen Profistandbohrer. Sie kostet gerade mal 85,04 Euro inklusive Versand für Prime Mitglieder bei Amazon.

Der Arbeitstisch kann geschwenkt werden und zwar um 180 Grad. Im Gegensatz zur starken Leistung des ersten Standbohrers ist die Leistung bei 1, 5 mm.

Da das Gerät sehr praktisch und eher klein ist und nicht so viel Power braucht, wiegt es nur 14 Kilogramm und hat die Maße: 43,5 x 34 x 22,6 cm

ROTENBACH 500W B16 max. 50mm

Obwohl wir hier in diesem Ratgeber eigentlich noch ein zweites mittelpreisiges Profiigerät vorstellen wollten, haben wir uns für ein zweites günstiges Gerät entschieden, das von den Leistungen eigentlichen einem Werkstattgerät nicht unterlegen ist.

Der Unterschied ist eher im Design und weniger Robustheit. Wer also nicht im großindustriellen Bereich tätig ist, sollte sich die kleine Rottenbach Maschine mal anschauen. Sie kostet nur 99,90 inklusive Versand für Prime Mitglieder.

Sie hat eine Wattzahl von 500 W und eine Bohrleistung bis 50 mm, was erstaunlich viel ist. Die Umdrehungszahl reicht von 420 bis 2.640 pro Minute. Der Standbohrer wird angetrieben durch einen 2fach-Riemenantrieb mit 9 Übersetzungsstufen.

Der Bohrtisch ist schwenkbar und auch höhenverstellbar. Das Gerät ist nicht stufenlos regulierbar, aber es bietet aber neun Geschwindigkeiten an.

Weitere technische Details:

Bohrfutter: 3,0 – 16 mm
Bohrfutteraufnahme: B16
Bohrkapazität Metall: max. 16 mm
Bohrtiefe: max: 50 mm
Säulen-Ø : 50 mm
Materialstärke Hauptsäule: 1,6 mm
Basistisch: 315 x 195 mm
Bohrtisch: 170 x 170 mm
Gesamthöhe: 610 mm
Ausladung: 115 mm
Winkelverstellung Bohrtisch: -45° bis +45°
Gewicht: ca. 24 kg

Der Skalenring bietet präzise Bohrwinkel. Ein automatischer Stopp soll bei Öffnung des Riementriebdeckels die Anwender schützen. Ebenso gibt es eine klappbare Schutzabdeckung und einen Späneschutz. Der Bohrtisch besteht aus Langlöchern zur Befestigung eines Schraubstocks.